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Mensa-Preise steigen zum 21. September

Zum Wintersemester erhöht das Studierendenwerk Kassel die Verkaufspreise in den Mensen. Grund sind stark gestiegene Kosten, unter anderem für Lebensmittel, Energie, Personal und Reinigung. Trotzdem bleiben die Mensa-Mahlzeiten aber auch nach der Erhöhung bezahlbar. So kostet das vegane Essen 1 inklusive zwei Beilagen nach Wahl als günstigstes Essen zukünftig 3 Euro statt bisher 2,80 Euro. 


Das Studierendenwerk versorgt täglich rund 4.500 Menschen. Die Preiserhöhungen betreffen alle Standorte. Für Studierende in Kassel steigt der Preis für Essen 2 von 3,50 auf 3,80 Euro und Essen 3 von 4,80 auf 5,10 Euro. Uni-Beschäftigte zahlen für das günstigste Essen 50 Cent mehr als bisher, bei den weiteren Gerichten beträgt die Differenz 60 Cent. Externe Gäste der Hochschule sehen eine Erhöhung von 40 bzw. 50 Cent. Salat (100 g) und zusätzliche Beilagen werden um 10 bis 20 Cent teurer. Auch in der Witzenhäuser Mensa am Campus der Ökologischen Agrarwissenschaften mit ihrem hohen Bio-Anteil werden die Preise um ein Weniges angehoben. 


Hinter den neuen Preisen stehen reale Kostensteigerungen: Der Einkauf hochwertiger, oft regionaler Lebensmittel, faire Löhne sowie steigende Energie- und Reinigungskosten schlagen sich direkt nieder. Hinzukommen Fixkosten für Gebäude, technische Ausstattung und Verwaltung, die unabhängig von den Verkaufszahlen anfallen. 


Der Verwaltungsrat des Studierendenwerks – besetzt mit Vertreterinnen und Vertretern der Hochschule, des Studierendenwerks sowie der Studierenden – hatte die neuen Preise in seiner Sitzung im April beschlossen. Christa Ambrosius, Geschäftsführerin des Studierendenwerks, betont, dass die Anpassung nicht leichtgefallen sei: „Wir wissen, dass höhere Preise belasten – gerade in Zeiten, in denen Studierende ohnehin mit steigenden Lebenshaltungskosten zu kämpfen haben. Angesichts unserer wirtschaftlichen Herausforderungen können wir nur um Verständnis für diesen Schritt bitten.“


Was ebenfalls zur schwierigen Situation des Studierendenwerks beiträgt: „Der Campus ist leerer geworden seit Corona.“ Niedrigere Verkaufszahlen sorgen aber dafür, dass sich die Herstellungskosten pro Essen nicht mehr auf sehr viele Köpfe verteilen, sondern von weniger Gästen aufgefangen werden müssen.  Gerade angesichts weniger Präsenz seien Mensen (und Cafeterien) umso wichtiger als Orte, an denen sich Studierende aus aller Welt beim gemeinsamen Essen treffen, an denen sie miteinander lernen und Kontakt knüpfen können.


All dies zu ermöglichen und zugleich hohe Essenqualität anzubieten, die unterschiedlichsten Ernährungsformen zu berücksichtigen und sogar abends oder samstags für die Studierenden da zu sein, sagt Ambrosius, werde immer schwieriger und vor allem: teurer. Allein durch sparsamsten Einkauf, umsichtige Personal- und Menüplanung sowie genial-kreative Resteverwertung ließen sich Preissprünge z.B. bei Kartoffelprodukten, Frischgemüse und Frischobst von bis zu 20 Prozent ebenso wie Tariferhöhungen nicht auffangen.


Deswegen weist Christa Ambrosius auf die politische Dimension hin: „Um künftige Preisanpassungen vermeiden zu können, brauchen wir eine weitere Erhöhung des Zuschusses vonseiten des Landes Hessen.“ Diese Zuschüsse machen zurzeit nur rund 12 Prozent des Studierendenwerk-Haushalts aus. 


Dies geht jedoch zulasten des gesetzlichen Versorgungsauftrags des Studierendenwerks. „Studierende, die mit besonders wenig Geld auskommen müssen, sind ja angewiesen auf gesunde Mensa-Mahlzeiten zum sozialen Preis“, sagt Ambrosius. Ohne entsprechende Zuschüsse des Landes bleibe nur die Erhöhung der Mensapreise.

Symbolgrafik: Information

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