Wahlprüfsteine - Unsere Fragen zur Kommunalwahl 2026 in Kassel
Gut 21.000 Studierende haben sich für die Universität Kassel entschieden - 16 Prozent von ihnen kommen aus dem Ausland nach Nordhessen. Das Studierendenwerk Kassel hat den gesetzlichen Auftrag, ihnen allen den Rücken freizuhalten. Mit Wohnheimen und Unterstützung bei der Suche nach privatem Wohnraum, mit Mensen und Cafeterien, mit Kitas, Studienfinanzierung und Beratungsdiensten sorgen wir dafür, dass Studieren an der Universität Kassel gelingt. Dabei arbeiten wir im Spannungsfeld zwischen sozialer Preisgestaltung einerseits und immer stärkerem Kostendruck andererseits. Um die Studierenden punktgenau unterstützen zu können, braucht das Studierendenwerk selbst die Unterstützung der Politik. Wie werden sich in Kassel zur Kommunalwahl antretende Parteien für die Studierenden und ihr Studierendenwerk einsetzen? Im Dezember 2025 haben wir dazu Wahlprüfsteine verschickt.
Die bei uns eingegangenen Antworten der Parteien lesen Sie hier in alphabetischer Reihenfolge der Parteinamen sortiert.
Wohnraumversorgung
Wohnraum in Kassel ist knapp, Mieten selbst für WG-Zimmer übersteigen in der Regel die 380 Euro, die das BAföG fürs Wohnen vorsieht. Internationale Studierende erfahren häufig Ablehnung beim Kontakt mit Vermieterinnen und Vermietern. In Kassel sorgen schlechte ÖPNV-Anbindungen abends und am Wochenende dafür, dass ganze Stadtteile als wenig attraktiv für studentisches Wohnen gelten.
- Wie werden Sie dafür sorgen, dass Studierende in Kassel bezahlbaren Wohnraum finden?
- Was tun Sie, damit internationale Studierende leichter bei privaten Vermieterinnen und Vermietern fündig werden?
- Studentisches Wohnen in innerstädtischen Altbauten ist oft nicht bezahlbar. Grund hierfür sind leider nur allzu häufig hohe Sanierungskosten im Zusammenhang mit Denkmalschutzauflagen. Ist eine Lockerung des Denkmalschutzes bei Sanierungsvorhaben aus Ihrer Sicht ein Weg, um auch attraktive Altbauten in der Kasseler Innenstadt als studentischen Wohnraum erschließen und anbieten zu können?
Bündnis 90 | Die GRÜNEN
Bezahlbarer Wohnraum ist eine zentrale soziale Voraussetzung für erfolgreiches Studieren. Als GRÜNE setzen wir uns dafür ein, dass studentisches Wohnen bei Neubauvorhaben, bei der Vergabe städtischer Grundstücke sowie in der Wohnraumförderung systematisch berücksichtigt wird. Aktuell entstehen in Kassel zahlreiche neue Wohnungen wie z.B. im ehemaligen Jordan-Areal und auf dem ehemaligen Salzmann-Areal. Ein großer Teil der neuen Wohnungen wird sozial gefördert, um günstige Mieten zu garantieren. Wir haben den städtischen Anteil der Finanzierung des sozialen Wohnungsbaus in den letzten Jahren mehr als verzehnfacht und eine Sozialwohnungsquote von 30% eingeführt.
Auch durch die Unterstützung beim Ausbau und Betrieb von Studierendenwohnheimen wie an der Weserstraße und weiteren Standorten leistet die Stadt Kassel bereits einen aktiven Beitrag bei der studentischen Wohnraumversorgung. Dort entstehen preisgünstige Wohnungen im BAföG-verträglichen Bereich. Diese Anstrengungen wollen wir fortführen und durch eine noch engere Zusammenarbeit zwischen Stadt, Studierendenwerk und Universität weiter ausbauen. Ziel ist es, zusätzliche Kapazitäten zu schaffen und zugleich den Zugang zum privaten Wohnungsmarkt zu erleichtern, insbesondere auch für internationale Studierende.
Gemeinsam mit dem Studierendenwerk und vielen genossenschaftlichen und privaten Anbietern haben wir GRÜNE in Form unserer Stadtklimarätin in Kassel das Programm „Kassel vermietet fair“ gestartet, um Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt zu bekämpfen. Außerdem hat die Stadt die Vergabe von Sozialwohnungen übernommen, um zu garantieren, dass z.B. Wartezeiten berücksichtigt und Wohnungen nicht unter der Hand vergeben werden.
Wie beim ehemaligen Polizeipräsidium am Königstor (Landeseigentum) setzen wir uns bevorzugt für Umnutzungen oder Umbauten von Leerstand ein. Beim Denkmalschutz setzen wir auf pragmatische, einzelfallbezogene Lösungen. Wo durch die Nutzung denkmalgeschützter Gebäude sozialer Wohnraum entstehen kann, sollen flexible Verfahren, frühzeitige Abstimmungen und kombinierte Förderwege ermöglicht werden. Dabei ist uns wichtig, Denkmalschutz, soziale Nutzung und Klimaschutz zusammenzudenken. Die bestehenden landesrechtlichen Spielräume wollen wir konsequent nutzen und in Kooperation mit dem Land Hessen weiterentwickeln.
CDU
Die CDU Kassel-Stadt will den Wohnungsmarkt vor allem durch mehr Angebot entlasten. Dazu setzen wir auf Nachverdichtung, die Nutzung von Baulücken und die Umwandlung leerstehender Gebäude, um neuen Wohnraum zu schaffen. Zudem fördern wir Genossenschaften und unterstützen private Vermieter, damit zusätzliche Wohnungen entstehen.
Ein zentraler Ansatz unseres Programms ist, Bauen grundsätzlich zu erleichtern. Wir wollen Planungs- und Baugenehmigungsverfahren beschleunigen und Investitionen schneller ermöglichen („BauBooster“). Wer in Kassel bauen will, soll schneller bauen können.
Diese Maßnahmen erhöhen insgesamt das Wohnungsangebot in Kassel und kommen damit auch Studierenden zugute. Mietendeckel oder vergleichbare Eingriffe lehnen wir ab, weil sie Investitionen verhindern und das Angebot verknappen.
Die Linke
Wie werden Sie dafür sorgen, dass Studierende in Kassel bezahlbaren Wohnraum finden?
Der Mietennotstand, die steigenden Mieten und der Mangel an preiswerten Wohnungen sind ein Kernthema der Linken – bundesweit wie auch in Kassel. Die Linke steht an der Seite der Mieter:innen, auch der Studierenden, welche durch häufiges Umziehen und oft geringe finanzielle Mittel, stark unter hohen Mieten und mangelndem günstigen Wohnraum leiden. Konkret helfen wir mit der „Mietwucher“-App, überhöhte Mieten anzugehen, und mit dem „Heizkostencheck“, die Ausgaben für Wohnen inklusive Nebenkosten zu senken. Darüber hinaus setzen wir uns für einen bundesweiten Mietendeckel ein. Für Kassel fordern wir eine aktive kommunale Wohnungspolitik, die bezahlbaren Wohnraum systematisch schützt und ausbaut.
Das heißt konkret: Die Stadt Kassel soll ihre Möglichkeiten voll ausschöpfen, um Mieter*innen zu schützen, und bestehendes Recht umsetzen. Das bedeutet, Mietwucher aktiv verfolgen und Fälle an die Staatsanwaltschaft weiterleiten sowie das Hessische Wohnungsaufsichtsgesetz konsequent anwenden. Eigentümer:innen, die ihre Gebäude verfallen oder leer stehen lassen, müssen verpflichtet werden, sie instand zu setzen oder zu vermieten. Mieter:innen sind vor Verdrängung zu schützen und die Milieuschutzsatzung ist bei der Aufwertung öffentlicher Räume anzuwenden. Durch die Einführung eines kontinuierlichen Monitorings zu Mietpreisen, Leerstand und Neubautätigkeiten, dessen Kennzahlen halbjährlich veröffentlicht werden, soll Transparenz geschaffen werden. Ein neues Wohnraumkonzept soll zudem klare Zielzahlen für bezahlbaren Wohnraum, Sozialwohnungen und langfristige Wohnungsbindungen festschreiben.
Wohnraum soll wieder in die öffentliche Hand überführt und große Wohnungskonzerne vergesellschaftet werden. Beim Neubau sollen gemeinwohlorientierte Akteur:innen Vorrang haben, um soziale, ökologische und inklusionsorientierte Standards verbindlich umzusetzen. Für Studierende ist auch unsere Forderung nach der Förderung von Umnutzung, Aufstockung und Mehrgenerationenhäusern sowie sozialen Modellen wie „Wohnen gegen Hilfe” attraktiv.
Was tun Sie, damit internationale Studierende leichter bei privaten Vermieterinnen und Vermietern fündig werden?
Als Linke fordern wir einerseits mehr Wohnraum in öffentlicher Hand und andererseits die Einrichtung eines zentralen Wohnungsamtes. Dieses soll sich um die Vergabe von Sozialwohnungen, das Leerstandsmanagement, die Kontrolle geförderter Wohnungen und die Koordination mit der Antidiskriminierungsstelle kümmern. Das Amt soll zentrale Anlaufstelle für alle Wohnungsfragen werden. Durch die enge Zusammenarbeit mit der Antidiskriminierungsstelle soll Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt, etwa gegenüber Menschen mit ausländisch-klingenden Namen, bekämpft werden.
Studentisches Wohnen in innerstädtischen Altbauten ist oft nicht bezahlbar. Grund hierfür sind leider nur allzu häufig hohe Sanierungskosten im Zusammenhang mit Denkmalschutzauflagen. Ist eine Lockerung des Denkmalschutzes bei Sanierungsvorhaben aus Ihrer Sicht ein Weg, um auch attraktive Altbauten in der Kasseler Innenstadt als studentischen Wohnraum erschließen und anbieten zu können?
Aus unserer Sicht ist der Denkmalschutz zumeist kein zentrales Problem, sondern die vielfältigen Möglichkeiten von Eigentümer:innen anfallende Sanierungskosten auf ihre Mieter:innen abzuwälzen. Das muss effektiv verhindert werden. Zuschüsse für denkmalgerechte Sanierung im Altbau gibt es ja bereits. Auch bezüglich sinnvoller energetischer Sanierungsmaßnahmen muss sichergestellt werden, dass Mieten nicht unverhältnismäßig erhöht werden. Vor allem im Innenstadtbereich setzen wir uns für Nachverdichtung ein sowie für die systematische Erfassung und Nutzung von Leerstand. Wir unterstützen auch die Initiative "Gedenkort Königstor" und wollen, dass dort ein vielfältiger Ort entsteht mit einer Gedenkstätte an die lokalen NS-Gräueltaten, studentischem Wohnen und Platz für Kultur.
FDP
Wie werden Sie dafür sorgen, dass Studenten in Kassel bezahlbaren Wohnraum finden?
Bezahlbarer Wohnraum entsteht vor allem durch mehr Angebot. Deshalb setzen wir auf "Bauen ohne Ideologie": neue Baugebiete, Nachverdichtung, Aufstockungen und auch Hochhäuser, wo es städtebaulich passt. Zusätzlich wollen wir ausdrücklich auch zusätzlichen studentischen Wohnraum schaffen - insbesondere über Nachverdichtung und die Nutzung brachliegender Gebäude. Damit Bauen schneller wird, digitalisieren wir die Bauverwaltung, beschleunigen Genehmigungen und sorgen für transparente Bearbeitungsstände.
Was tun Sie, damit internationale Studenten leichter bei privaten Vermietern fündig werden?
Wir senken die praktischen Hürden beim Ankommen: durch ein digitales Rathaus, eine bürgerfreundliche Kassel-App und eine Verwaltung, die verständlich kommuniziert und Vorgänge online anbietet. Integration gelingt nach unserer Überzeugung am besten über Arbeit und Sprache; deshalb setzen wir auf schnelle, klare Verfahren und eine enge Zusammenarbeit der zuständigen Stellen. Ergänzend unterstützen wir Kooperationen zwischen Stadt, Universität und Studierendenwerk, um Informations- und Vermittlungsangebote für private Vermieter zu verbessern (mehrsprachige Infos, klare Ansprechpartner, standardisierte Unterlagen).
Ist eine Lockerung des Denkmalschutzes bei Sanierungsvorhaben aus Ihrer Sicht ein Weg, um attraktive Altbauten in der Kasseler Innenstadt als studentischen Wohnraum erschließen zu können?
Ja. Ein sinnhafter Denkmalschutz braucht schnelle Verfahren. Wir setzen uns dafür ein, dass Sanierung und Nachverdichtung nicht durch überzogene Auflagen behindert werden. Deshalb fordern wir schnellere Abstimmungen mit dem Land und eine Liberalisierung des Denkmalrechts, damit Modernisierung und energetische Sanierung bezahlbar bleiben und innerstädtische Bestandsgebäude wieder wirtschaftlicher für Wohnzwecke genutzt werden können.
FREIE WÄHLER
1a:
Leerstehende Immobilien und unbebaute Grundstücke sollen von der Stadt erworben werden, sofern sie dauerhaft weder genutzt noch vermietet werden. Auf diese Weise kann gezielt zusätzlicher bezahlbarer Wohnraum, insbesondere für Studierende, geschaffen werden. Ergänzend sind Neubauten sowie bauliche Aufstockungen bestehender Gebäude zu prüfen, um die verfügbare Wohnfläche nachhaltig zu erhöhen.
1b:
Die FREIEN WÄHLER Kassel setzen sich seit vielen Jahren für die Einrichtung eines Europa-Zentrums ein, wie es beispielsweise am Altmarkt realisierbar gewesen wäre, etwa im großen weißen Gebäude an der Kurt-Schumacher-Straße.
1c:
Der Denkmalschutz stellt in vielen Kommunen ein erhebliches Hemmnis für die Sanierung und anschließende Neuvermietung von Wohnraum dar. Die Denkmalschutzauflagen bei Wohngebäuden sind daher kritisch zu überprüfen und, wo möglich, zu reduzieren. Sofern Denkmalschutzauflagen dem Erhalt eines bestimmten Stadtbildes dienen, ist die Stadt in der Verantwortung, sich angemessen an den entstehenden Kosten zu beteiligen.
SPD
Wie werden Sie dafür sorgen, dass Studierende in Kassel bezahlbaren Wohnraum finden?
Antwort: Wir wollen den Wohnungsbau in Kassel deutlich beschleunigen und eine Wohnungsbauoffensive vorantreiben, damit insgesamt wieder mehr Wohnungen auf den Markt kommen – und darunter auch mehr bezahlbare Angebote für Studierende. Dazu gehören für uns auch das Aktivieren von Leerstand und das Ermöglichen neuer Nutzungen im Bestand, damit aus vorhandenen Gebäuden schneller Wohnraum werden kann. Als SPD wollen wir außerdem die städtische Wohnungsbaugesellschaft GWG stärken, um bezahlbares Wohnen dauerhaft abzusichern.Wir möchten jungen Menschen den Start in die Ausbildung erleichtern. Das gilt für uns sowohl für Ausbildung als auch Studium. Deshalb werden wir gemeinsam mit den Wohnungsunternehmen, den Gewerkschaften, der Handwerkskammer und der IHK den Bau von bezahlbaren Wohnungen für Studierende und Auszubildende in Kassel vorantreiben.
Was tun Sie, damit internationale Studierende leichter bei privaten Vermieterinnen und Vermietern fündig werden?
Antwort: Die Stadt Kassel wird mit uns nur städtebauliche Verträge mit Wohnungsbaugesellschaften und Investoren abschließen, die sich an die Regeln des fairen Vermietens halten, so wie sie es die Initiative Kassel vermietet fair formuliert hat. Wir setzen auf diskriminierungsfreies Wohnen und wollen, dass Kassel fair vermietet. Internationale Studierende dürfen bei der Wohnungssuche nicht benachteiligt werden. Deshalb unterstützen wir Maßnahmen, die Diskriminierung abbauen, Beratung stärken und Transparenz schaffen – auch in Kooperation mit zivilgesellschaftlichen Akteuren und der Universität.
Studentisches Wohnen in innerstädtischen Altbauten ist oft nicht bezahlbar. Grund hierfür sind leider nur allzu häufig hohe Sanierungskosten im Zusammenhang mit Denkmalschutzauflagen. Ist eine Lockerung des Denkmalschutzes bei Sanierungsvorhaben aus Ihrer Sicht ein Weg, um auch attraktive Altbauten in der Kasseler Innenstadt als studentischen Wohnraum erschließen und anbieten zu können?
Antwort: Wir stehen für Denkmalschutz mit Augenmaß: Historische Substanz soll erhalten bleiben, gleichzeitig müssen sinnvolle Umbauten und zeitgemäße Nutzungen möglich sein. Wenn Denkmalschutzauflagen Sanierungen unverhältnismäßig verteuern und dadurch Wohnraum blockieren, halten wir pragmatische, einzelfallbezogene Lösungen für richtig – mit dem Ziel, Sanierung zu ermöglichen und Wohnraum zu schaffen, ohne den Charakter wichtiger Gebäude leichtfertig zu zerstören. Unsere Geschichte verdient Respekt – aber auch neue Perspektiven.
Kulturelles Angebot
In Kassel finden Studierende ein umfangreiches Angebot an Kunst und Kultur. Bislang können sie es überwiegend kostenlos nutzen. Gleichzeitig stirbt die junge Kulturszene, Clubs wie Musiktheater, Fiasko, die Kulturfabrik Salzmann, das A.R.M. oder das York sind Vergangenheit. Die Goldgrube ließ sich nur durch Crowdfunding retten.
- Werden Sie sich dafür einsetzen, dass das Kulturticket für Studierende erhalten oder ausgebaut
wird? - Was werden Sie dafür tun, um junge Kultur zu unterstützen und am Leben zu erhalten?
- Planen Sie den Einsatz von Fördermitteln für nichtkommerzielle junge Kultur?
Bündnis 90 / Die GRÜNEN
Kulturelle Teilhabe ist für uns GRÜNE Teil sozialer Gerechtigkeit und ein wichtiger Bestandteil einer lebendigen, offenen Stadtgesellschaft. Studierende sollen unabhängig vom Geldbeutel Zugang zu Kunst, Kultur und gesellschaftlichem Austausch haben.
Das Kulturticket ermöglicht Studierenden kostenlosen oder vergünstigten Eintritt zu zahlreichen kulturellen Einrichtungen. Dieses Angebot wollen wir sichern und perspektivisch ausbauen, indem weitere Kulturorte, auch der freien Szene, eingebunden werden.
Darüber hinaus setzen wir uns gezielt für die Stärkung der jungen, nichtkommerziellen Kulturszene ein. Sie ist ein zentraler Bestandteil studentischen Lebens und kultureller Innovation. Wir befürworten niedrigschwellige, transparente Förderstrukturen, bezahlbare Räume sowie projektbezogene Unterstützung, um kulturelles Engagement zu ermöglichen und dauerhaft zu sichern.
Ein wichtiger Baustein hierfür ist das Zentrum für Kreativwirtschaft (ZfKW) in Kassel. Es bietet jungen Kreativen, Absolvent*innen und Kulturschaffenden Arbeitsräume, Vernetzungsangebote und professionelle Unterstützung beim Einstieg in die Selbstständigkeit. Solche Strukturen stärken Kassel als kreativen Arbeits- und Lebensstandort und eröffnen Studierenden Perspektiven über das Studium hinaus.
Da kommunale Aufgaben bei gleichzeitig sinkender Finanzierung durch Bund und Land Hessen steigen, sind wir bei der Weiterentwicklung dieser Angebote auf verlässliche Zuschüsse angewiesen. Wir sehen insbesondere die schwarz-rote Landesregierung in der Pflicht, Kultur- und Fördermittel in ausreichendem Umfang bereitzustellen.
CDU
Kultur und städtisches Leben gehören für die CDU Kassel-Stadt untrennbar zusammen. Unser Ziel ist eine lebendige Innenstadt mit Kultur, Gastronomie und Begegnungsorten auch in den Abendstunden. Handel, Gastronomie, Kultur und Wohnen sollen sich gegenseitig stärken und dauerhaft Leben in die Stadt bringen.
Dazu wollen wir die Innenstadt gezielt als Aufenthalts- und Ausgehraum stärken. Wir setzen auf mehr Außengastronomie, eine bessere Nutzung öffentlicher Räume und attraktive Plätze, damit sich städtisches Leben – auch das studentische Nachtleben – entfalten kann.
Die Friedrich-Ebert-Straße sehen wir ausdrücklich als wichtigen Ort für Gastronomie, Kultur und Nachtleben in Kassel. Sie soll als Ausgeh- und Szenestraße erhalten und gestärkt werden. Ziel ist eine vielfältige Mischung aus Gastronomie, Kulturangeboten und urbanem Leben, die besonders für junge Menschen und Studierende attraktiv ist.
Darüber hinaus wollen wir mit „Kassel, deine Fulda“ die Fulda stärker als öffentlichen Freizeit- und Begegnungsraum entwickeln und kulturelle Aktivitäten am Wasser ermöglichen. So entstehen zusätzliche Aufenthalts und Veranstaltungsorte für junge Kultur und studentisches Leben im Freien.
Die Linke
Werden Sie sich dafür einsetzen, dass das Kulturticket für Studierende erhalten oder ausgebaut wird?
Wir werden uns definitiv für den Erhalt des Kulturtickets einsetzen. Das kommt nicht nur den Studierenden zugute, sondern auch der lokalen Kunst- und Kulturszene, die wir stärken wollen. Wir fordern darüber hinaus freien Eintritt in alle öffentlichen Museen für Schüler*innen und Studierende. Ein erster Schritt ist ein kostenloser Museumstag pro Woche in Kassel; langfristig sollen Kultureinrichtungen so barrierearm wie möglich und damit auch finanziell zugänglich sein.
Was werden Sie dafür tun, um junge Kultur zu unterstützen und am Leben zu erhalten?
Wir fordern von der Stadt eine stärkere und kontinuierliche Unterstützung der freien Kunst und Kultur in Kassel. Es muss genug kostenlose oder zumindest bezahlbare Räume geben, die von jungen Künstler*innen und Kreativen längerfristig genutzt werden können. Kultur, Kunst und Kreativität dürfen keiner reinen Verwertungslogik folgen. Kulturelle Räume müssen Orte bleiben, an denen Menschen gestalten, experimentieren und sich frei ausdrücken können – unabhängig davon, ob daraus Profit entsteht.
Planen Sie den Einsatz von Fördermitteln für nichtkommerzielle junge Kultur?
Als Partei stehen uns keine Fördermittel zur Verfügung, die wir vergeben könnten. Wir setzen uns allerdings dafür ein, dass Fördermittel für die lokale Kunst- und Kulturszene aufgestockt und verstetigt werden. Auf Veranstaltungen der Linken laden wir, wann immer möglich, lokale Musiker*innen ein, um diese finanziell und ideell zu unterstützen.
FDP
Werden Sie sich dafür einsetzen, dass das Kulturticket für Studenten erhalten oder ausgebaut wird?
Kassel ist Kulturstadt. Wir wollen, dass Studenten Kultur weiterhin niedrigschwellig nutzen können. Unser Grundsatz lautet: Erhalten, was funktioniert - und weiterentwickeln, wenn es finanziell tragfähig ist. Dabei achten wir auf verlässliche Haushaltsführung und transparente Finanzierung.
Was werden Sie dafür tun, um junge Kultur zu unterstützen und am Leben zu erhalten?
Wir sichern Kassels Club- und Eventkultur durch unbürokratische Genehmigungen und eine Verwaltung als Ermöglicher. Zentrale Orte der freien Szene wie das Dock 4 wollen wir als Standort stärken. Zudem binden wir private Akteure und Wirtschaft stärker als Multiplikatoren ein, damit neue Formate und Locations leichter entstehen können.
Planen Sie den Einsatz von Fördermitteln für nichtkommerzielle junge Kultur?
Unser Schwerpunkt liegt zunächst auf Ermöglichung: planbare Genehmigungen, verfügbare Räume, klare Ansprechpartner. Projektbezogene Unterstützung (zum Beispiel Anschubfinanzierungen oder Zwischennutzungen) kann sinnvoll sein, muss aber zielgerichtet, transparent und mit Blick auf den städtischen Haushalt gestaltet werden.
Freie Wähler
2a:
Das Kulturticket soll erhalten bleiben. Über einen möglichen Ausbau dieses Angebots ist im Dialog mit den Beteiligten regelmäßig zu beraten, um eine bedarfsgerechte Weiterentwicklung sicherzustellen.
2b:
Eine enge Zusammenarbeit mit jungen Menschen ist hierbei von zentraler Bedeutung, um bestehende Angebotslücken ebenso wie Überangebote frühzeitig zu erkennen. Ziel ist ein ausgewogenes, bedarfsgerechtes Kultur- und Freizeitangebot mit hoher Akzeptanz und Nutzung.
2c:
Vor der Schaffung neuer Angebote sind zunächst fundierte Gespräche und Bedarfsanalysen durchzuführen. Sofern ein nachweislicher Bedarf für Angebote besteht, die dauerhaft und intensiv genutzt würden, sind diese durch die Stadt zu errichten und/oder gezielt zu fördern.
SPD
Werden Sie sich dafür einsetzen, dass das Kulturticket für Studierende erhalten oder ausgebaut wird?
Antwort: Ja. Wir wollen, dass Kultur für junge Menschen und Studierende zugänglich bleibt. Kassel lebt von Kunst und Kultur. Damit diese Vielfalt auch tatsächlich erlebt werden kann, dürfen finanzielle Hürden kein Ausschlusskriterium sein. Das gilt besonders für Studierende, die häufig nur über begrenzte finanzielle Mittel verfügen. Ein Kulturticket ist deshalb ein wichtiges Instrument, um kulturelle Teilhabe konkret zu ermöglichen. Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass die kulturelle Teilhabe von Studierenden gesichert wird und ein Kulturticket erhalten bleibt. Wir wollen kulturelle Angebote nicht nur bewahren, sondern Barrieren weiter abbauen und Zugänge erleichtern. Ziel ist eine offene Kulturlandschaft, an der möglichst viele Menschen teilhaben können.
Was werden Sie dafür tun, um junge Kultur zu unterstützen und am Leben zu erhalten?
Antwort: Wir wollen Räume für Kultur sichern und neue Möglichkeiten schaffen, damit junge Kultur nicht verdrängt wird. Dazu gehören verlässliche Rahmenbedingungen, Unterstützung bei der Nutzung von Flächen und Immobilien, weniger unnötige bürokratische Hürden sowie eine aktive Kulturpolitik, die auch Subkultur und Clubkultur als Teil der städtischen Vielfalt versteht. Kassel soll ein Ort bleiben, an dem junge Szenen entstehen und bleiben können. Wir werden uns daher weiterhin dafür einsetzen, die Nutzung von Leerständen für Kulturschaffende zu erleichtern. Kassel braucht auch eine lebendige Club- und Subkultur für junge Menschen. Wir ermöglichen eine Wiederbelebung der ehemals vielfältigen Clubkultur in Kassel.
Planen Sie den Einsatz von Fördermitteln für nichtkommerzielle junge Kultur?
Antwort: Ja. Nichtkommerzielle junge Kultur ist ein wichtiger Teil städtischer Kulturentwicklung und braucht oft gezielte Unterstützung, weil sie sich nicht allein über Marktlogiken trägt. Wir befürworten daher den Einsatz von Fördermitteln, um Orte, Projekte und Formate junger Kultur zu stabilisieren und zu entwickeln. Dabei ist uns besonders wichtig, dass Fördermittel niedrigschwellig und leicht zugänglich gestaltet werden. Kreativität entsteht nicht nach festen Antragszyklen oder bürokratischen Zeitplänen, sondern oft spontan, situativ und projektbezogen. Förderstrukturen müssen dieser Realität Rechnung tragen, indem sie flexible Fristen, unbürokratische Verfahren und transparente Kriterien ermöglichen. Nur so können junge Kulturschaffende ihre Ideen tatsächlich umsetzen.
Mobilität
Kassels Studierende verfügen über ein derzeit über den AStA bereitgestelltes Deutschlandticket, für das sie zurzeit 208,80 Euro pro Semester zahlen. Innerstädtische Quartiere sind mit dem ÖPNV gut erreichbar. Im eigentlich pendelbaren Umland Kassels fehlen jedoch häufig Anbindungen an Wochenenden und nachts. Es wird dadurch für Studierende unattraktiv. Studierende könnten viele Wege mit NextBike zurücklegen - auch dafür zahlen sie mit ihrem Semesterbeitrag. Es fehlt jedoch an sicheren Radwegen.
- Werden Sie sich für eine bessere ÖPNV-Anbindung von Gemeinden wie z.B. Vellmar oder Baunatal einsetzen?
- Werden Sie dabei Daten zum Mobilitätsverhalten von Studierenden berücksichtigen? Falls ja, welche?
- Wie wollen Sie die Radmobilität in der Stadt sicherer machen?
Bündnis 90 / Die GRÜNEN
Eine sozial gerechte und klimafreundliche Mobilität ist ein zentrales grünes Anliegen. Studierende sind auf bezahlbare, sichere und flexible Mobilitätsangebote angewiesen. Studierende profitieren in Kassel von einem vergünstigten deutschlandweiten Semesterticket. Dieses Angebot wollen wir sichern und setzen uns zugleich für Verbesserungen in der Stadt und im Umland ein, insbesondere bei Abend-, Nacht- und Wochenendverbindungen.
Wir GRÜNE stehen in gutem Kontakt mit der Hochschulleitung, den zuständigen Abteilungen der Universität und dem Instituten. Die von ihm erhobenen Daten zum Mobilitätsverhalten bieten eine gute Grundlage, die Mobilität der Studierenden gezielt zu verbessern.
Im Bereich der Radmobilität wurden in Kassel konkrete Fortschritte erzielt. So hat sich der Radverkehrsanteil in den letzten Jahren mehr als verdoppelt. Wir GRÜNE möchten ein durchgängiges und sicheres Radwegenetz etablieren. Dazu zählt der Ausbau von Fahrradstraßen und Radverbindungen. Mit der Radschnellverbindung nach Vellmar, dem Umbau der Menzelstraße oder der Gottschalkstraße haben wir die Radinfrastruktur für viele Studierende verbessert. Diese Maßnahmen erhöhen die Verkehrssicherheit und stärken den Umweltverbund.
Ein weiterer Baustein ist das städtische Bikesharing-System (nextbike). Studierende können kürzere Strecken kostenfrei und längere Strecken stark vergünstigt fahren. Diese Sonderkonditionen wollen wir GRÜNE erhalten und weiterentwickeln. Neue Mobilitätsangebote sollen so integriert werden, dass sie den Umweltverbund sinnvoll ergänzen.
Außerdem konnte sich mit KARLA ein stadtweites kostenloses Lastenradverleihsystem etablieren. Grundlage dafür war ein Antrag der grünen Rathausfraktion, das die Anschubfinanzierung ermöglicht hat. Auch zukünftig möchten wir Anreize schaffen, umweltfreundliche Verkehrsmittel zu nutzen.
CDU
Die CDU Kassel-Stadt steht für eine Mobilitätspolitik, die alle Verkehrsträger berücksichtigt und den Alltag der Menschen in den Mittelpunkt stellt. Ziel ist ein verlässliches und gut abgestimmtes Verkehrssystem für Auto, Fahrrad, Fußverkehr und ÖPNV.
Für den öffentlichen Nahverkehr setzen wir auf eine bessere Vernetzung und Ergänzung der Verkehrsangebote. Dazu gehört ausdrücklich die Idee einer Ringbuslinie, die Stadtteile und wichtige Ziele direkt miteinander verbindet und Umwege über die Innenstadt reduziert.
Für den Radverkehr wollen wir Infrastruktur und Verkehrsplanung so weiterentwickeln, dass alle Verkehrsformen sicher und flüssig zusammenwirken.
Diese Maßnahmen verbessern insgesamt die Mobilität in Kassel und im Umland und kommen damit auch Studierenden zugute, die auf ÖPNV und Fahrrad angewiesen sind.
Die Linke
Werden Sie sich für eine bessere ÖPNV-Anbindung von Gemeinden wie z.B. Vellmar oder Baunatal einsetzen?
Die Linke will sichere Wege und mehr Bewegungsfreiheit für alle, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sind. Als Verkehrsmittel für alle und für weitere Strecken setzen wir auf Bus und Bahn. Wir wollen, dass der ÖPNV deutschlandweit ausgebaut wird – auch im ländlichen Raum. Dazu muss er stärker subventioniert werden, denn, wer das Auto stehenlässt, tut der Umwelt und seinen Mitmenschen etwas Gutes. Auch im Kasseler Umland müssen Verbindungen verbessert werden, vor allem in Randzeiten. Wir wollen erreichen, dass Kassel zu einer Stadt der kurzen Wege wird: Wohnen, Arbeit, Nahversorgung, Bildung und Freizeit sollen innerhalb von 15 Minuten erreichbar sein. Wir fordern eine Verkehrswende, denn autogerecht ist nicht gerecht! Dafür unterstützen wir auch lokale Initiativen, wie den Radentscheid, die sich für bessere Bedingungen der aktiven Mobilität engagieren oder dies in der Vergangenheit getan haben. Kassel braucht endlich sichere Radwege, und auch sichere Fußwege sind uns wichtig!
Werden Sie dabei Daten zum Mobilitätsverhalten von Studierenden berücksichtigen? Falls ja, welche?
Selbstverständlich muss das Mobilitätsverhalten von Studierenden in der kommunalen Verkehrsplanung berücksichtigt werden. Dazu gehören aus unserer Sicht der Ausbau der Radwege und die Verbesserung der Situation für Fußgänger:innen, gerade an großen Kreuzungen im Umfeld der Universität. Auch die Bedürfnisse von Studis, die in den Landkreis oder die Region Kassel mit dem ÖPNV pendeln, sollten berücksichtigt werden und die Verbindungen, wie oben erwähnt, ausgebaut. Um Studierende, die derzeit mit dem Auto unterwegs sind, für die Nutzung des ÖPNV zu gewinnen, sind nicht nur günstige Preise wichtig, sondern eben auch passende Verbindungen.
Wie wollen Sie die Radmobilität in der Stadt sicherer machen?
Um entspannt Rad zu fahren, braucht es sichere und durchgängige Radwege im gesamten Stadtgebiet – davon ist Kassel allerdings noch weit entfernt! Wir wollen auf allen Hauptstraßen jeweils eine Spur für den Radverkehr schaffen und die Nebenstraßen als Radrouten attraktiver und sicherer machen, z. B. durch Einbahnstraßenregelungen für Autos, echte Fahrradstraßen, Modalfilter sowie weitere Maßnahmen, die den Kfz-Durchgangsverkehr reduzieren. Im Sinne von Vision Zero – keine Verkehrstoten mehr! – setzen wir auf eine bauliche Trennung der verschiedenen Verkehrsarten. Farbe allein ist keine Infrastruktur und schützt schwächere Verkehrsteilnehmer*innen nicht ausreichend.
Wir fordern, dass die politischen Beschlüsse zur Förderung von Rad- und Fußverkehr müssen endlich konsequent umgesetzt werden. Die Forderungen des „Radentscheid Kassel“, für haben 2019 fast 24.000 Menschen unterschrieben, doch unserer Sicht ist seitdem jedoch viel zu wenig passiert. Aktuell werden hauptsächlich Maßnahmen realisiert, die den Autoverkehr nicht stören – also kaum auffallen. Das wollen wir ändern! Und das Geld, das für den Ausbau von Rad und Fußwegen bereitgestellt wurde, darf nicht länger zweckentfremdet werden für Maßnahmen, die hauptsächlich dem „Fluss“ des Kfz-Verkehrs dienen. Kassel ist autofreundlich genug – aber längst nicht menschenfreundlich genug. Wir wollen eine echte Verkehrswende, mehr Lebensqualität und Sicherheit auch für alle, die in Kassel mit ÖPNV, Fahrrad oder zu Fuß unterwegs sind.
FDP
Werden Sie sich für eine bessere ÖPNV-Anbindung von Gemeinden wie zum Beispiel Vellmar oder Baunatal einsetzen?
Ja. Wenn das pendelbare Umland abends und am Wochenende schlecht angebunden ist, wird Wohnen dort für Studenten unattraktiv. Wir setzen uns für eine bedarfsgerechte Angebotsverbesserung in Zusammenarbeit mit den zuständigen Partnern ein. Unser Leitbild ist eine Mobilität, die Wege ermöglicht - nicht eine Politik, die den Verkehr ideologisch einschränkt.
Werden Sie dabei Daten zum Mobilitätsverhalten von Studenten berücksichtigen? Falls ja, welche?
Ja, datenbasiert und datenschutzkonform. Wir wollen ein Open-Data-Portal und nutzen anonymisierte Nachfrage- und Auslastungsdaten im ÖPNV, Zähldaten und Pendlerströme. Soweit verfügbar, beziehen wir auch Erkenntnisse aus Sharing-Nutzung (zum Beispiel NextBike) ein, um Angebote zielgenau auszurichten.
Wie wollen Sie die Radmobilität in der Stadt sicherer machen?
Wir führen den Fahrradverkehr über sichere Nebenstraßen sowie nach dem Vorbild mehrerer Großstädte über eigene Rad-Highways. So reduzieren wir Konflikte zwischen den Verkehrsarten. Gleichzeitig gilt: Verkehrspolitik darf den Autoverkehr nicht künstlich verknappen; deshalb lehnen wir die Vernichtung von Parkplätzen für Maßnahmen ohne echten Nutzen ab und konzentrieren uns auf wirksame Sicherheitsverbesserungen im Radwegenetz.
Freie Wähler
3a:
Ein kontinuierlicher Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs ist grundsätzlich anzustreben, insbesondere dort, wo bestehende Angebote unzureichend oder lückenhaft sind.
3b:
Erhobene Daten und Erkenntnisse der Universität Kassel, der Stadt Kassel sowie weiterer relevanter Institutionen sind systematisch in politische Entscheidungsprozesse einzubeziehen.
3c:
Als Vorbild kann hier unter anderem die Stadt Wuppertal dienen. In Bereichen bestehender Bahntrassen könnte die Errichtung von Schwebebahnsystemen geprüft werden. Die bisherigen Bahnstrecken könnten in diesem Zusammenhang zu leistungsfähigen Radverkehrswegen umgestaltet werden.
SPD
Werden Sie sich für eine bessere ÖPNV-Anbindung von Gemeinden wie z.B. Vellmar oder Baunatal einsetzen?
Antwort: Ja. Wir wollen den ÖPNV insgesamt attraktiver machen und dafür sorgen, dass auch das Umland besser angebunden ist – besonders abends und an Wochenenden. Dafür setzen wir uns in der Zusammenarbeit mit Landkreis, Nachbarkommunen und dem Verkehrsverbund NVV dafür ein, Takte zu verbessern, Anschlussverbindungen zu sichern und bedarfsgerechte Angebote auszubauen.
Werden Sie dabei Daten zum Mobilitätsverhalten von Studierenden berücksichtigen? Falls ja, welche?
Antwort: Ja. Wir halten es für sinnvoll, die realen Wege und Nutzungszeiten von Studierenden zu berücksichtigen. Dazu zählen insbesondere Pendelbewegungen zwischen Wohnorten, Campus, Innenstadt und Nebenjob, Spitzenzeiten, Abend- und Wochenendnutzung sowie die Auslastung bestimmter Linien und Haltestellen. Solche Daten können helfen, Angebote gezielter zu planen.
Wie wollen Sie die Radmobilität in der Stadt sicherer machen?
Antwort: Wir wollen sichere, durchgängige und gut beleuchtete Radwege, bessere Kreuzungsführungen sowie mehr Abstellmöglichkeiten schaffen. Entscheidend ist, Lücken im Radwegenetz zu schließen und gefährliche Stellen konsequent umzubauen, damit Radfahren für Studierende und alle Kasselerinnen und Kasseler sicherer wird.
Willkommenskultur für Studierende
Die Universität Kassel zählt derzeit gut 21.000 Studierende, rund 3.000 von ihnen kommen aus dem Ausland. Ihre Ankunftsphase außerhalb des Campus ist nur zu oft von bürokratischen und sprachlichen Hürden geprägt, auch in Bezug auf Aufenthaltsstatus und Arbeitsberechtigung. Punktgenaue Hilfestellungen seitens der Ausländerbehörde (zum Beispiel Sprechzeiten auf dem Campus) gibt es nicht.
- Welche Willkommens-Angebote für Studierende sowohl aus dem In- als auch aus dem Ausland werden Sie etablieren?
- Wo sehen Sie Potenzial, die Stadt Kassel zu einem noch attraktiveren Studienort zu machen?
- Welche Pläne verfolgen Sie, um Verwaltungsaufwand und bürokratische Hürden für Studierende zu
reduzieren?
Bündnis 90 / Die GRÜNEN
Wir GRÜNE schätzen die gute Zusammenarbeit mit Universität und Studierendenwerk und sind sehr daran interessiert, diese auch auf kommunale Willkommensprogramme auszuweiten. Kassel ist eine weltoffene und vielfältige Stadt. Die Universität Kassel trägt mit ihrer internationalen Anziehungswirkung einen großen und wichtigen Teil dazu bei. Vielfalt ist ein Gewinn für unsere Stadt – sowohl kulturell als auch gesellschaftlich und wirtschaftlich. Deshalb unterstützen wir GRÜNE Träger, Vereine und Initiativen, die Integration fördern und Unterstützungsleistungen für Menschen aus dem Ausland anbieten. In der Stadtverwaltung haben wir feste Stellen geschaffen und verstetigt, die als Ansprechpartner*innen bei Fragen oder Beschwerden zur Verfügung stehen.
Die Stadt Kassel betreibt eine kommunale Antidiskriminierungsstelle mit einem Antidiskriminierungsbeauftragten im Amt für Chancengleichheit, der Beratung bei Diskriminierung anbietet und für alle Menschen in Kassel ansprechbar ist. Diese Struktur stärkt Betroffene, macht Diskriminierung sichtbar und trägt zu einem respektvollen, gleichberechtigten Miteinander bei. Als GRÜNE stehen wir hinter dieser Arbeit und setzen uns für ihre Verstetigung und Weiterentwicklung ein, damit auch Studierende in Kassel ein diskriminierungsfreies Umfeld vorfinden.
Wir GRÜNE halten am konsequenten Ausbau von bezahlbarem Wohnraum und Betreuungsplätzen sowie am Neubau und der Sanierung unserer Schulen in Kassel fest. In Kassel investieren wir aktuell mit Rekordsummen in Ausbau und Sanierung von Schulen, Kitas und Horten. Seit 2021 sind 1.500 zusätzliche Betreuungsplätze in Kitas, Krippen und Horten entstanden. Daran möchten wir ansetzen, jedes Jahr weitere Kapazitäten schaffen und auch die Betreuungsqualität durch kleinere Gruppen erhöhen.
Auch den Nahverkehr bauen wir schrittweise aus und möchten weitere Stadtteile und wichtige Orte wie den Bergpark Wilhelmshöhe noch besser erreichbar machen. Daneben setzen wir bei der Gesundheitsversorgung sowie bei kulturellen und sportlichen Angeboten auf eine gute Infrastruktur, die Studierende anzieht und in Kassel heimisch werden lässt.
Neben einer guten Infrastruktur sehen wir GRÜNE unsere kommunale Verantwortung insbesondere darin, städtische Angebote zugänglicher, verständlicher und studierendenfreundlicher zu gestalten. Dazu gehören mehrsprachige Informationen, digitale Verfahren und eine serviceorientierte Verwaltung. Gerade für internationale Studierende wollen wir bürokratische Hürden abbauen und Abläufe transparenter machen.
Wir GRÜNE sehen in der Digitalisierung der Stadtverwaltung eine große Chance, bürokratische Prozesse zu verkürzen und Verwaltungsaufwand abzubauen. Der sinnvolle Einsatz datenschutzsicherer KI kann Hürden abbauen und eine zeitnahe Überweisung sozialer Unterstützungsleistungen wie dem Wohngeld unterstützen.
Darüber hinaus setzen wir auf Leitfäden, die alle Schritte in Verfahren detailliert erläutern. Auch hierbei können beispielsweise Chatbots gezielt unterstützen.
Auf Landesebene setzen wir uns für Vereinfachungen bei der Beantragung von BAföG ein. Idealerweise kann der Prozess langfristig vollständig digitalisiert werden und somit die Bearbeitungszeit deutlich reduzieren.
CDU
Die CDU Kassel-Stadt versteht Kassel als Stadt der Gemeinschaft und Integration. Integration soll durch Sprache, Bildung und Arbeit gelingen sowie durch gemischte Nachbarschaften und starke Bildungs- und Begegnungsorte.
Zugleich verfolgt unser Programm das Ziel einer modernen, digitalen und serviceorientierten Verwaltung. Bürgerdienste sollen verständlich, schnell und zugänglich sein, Verwaltungsprozesse beschleunigt und Bürokratie reduziert werden.
Diese Ziele tragen auch zu einer besseren Willkommens- und Servicekultur für Studierende bei, insbesondere für internationale Studierende, die auf klare Informationen und funktionierende Verwaltung angewiesen sind.
Darüber hinaus will die CDU Kassel-Stadt Kassel insgesamt als attraktiven Lebens- und Studienort stärken: durch bezahlbaren Wohnraum, eine lebendige Innenstadt, Kulturangebote und gute Mobilität. Studierende sind Teil dieser Stadtgesellschaft und sollen sich in Kassel willkommen fühlen und hier Perspektiven finden.
Die Linke
Welche Willkommens-Angebote für Studierende sowohl aus dem In- als auch aus dem Ausland werden Sie etablieren?
Wir stehen für eine "Stadt für alle", in der alle willkommen sind und sich wohlfühlen sollen. Als Linke fördern wir ein solidarisches Miteinander aller Menschen, die hier leben oder leben wollen. Der Erstsemesterempfang im Rathaus – für alle neuen Studierenden – ist eine schöne Geste des Willkommens. Dieser Geste sollten in Zukunft mehr Taten folgen, z.B. eine bessere Unterstützung von (internationalen) Studierenden im Bereich Wohnen, ein noch entschlosseneres Vorgehen der Stadt Kassel gegen Rassismus und andere Formen der Diskriminierung, mehrsprachige Verwaltung, sowie eine Verbesserung des "Services" der Ausländerbehörde, einschließlich offener Sprechzeiten, kurzer Wartezeiten und gerne auch der Wiedereinführung einer Sprechzeit für internationale Studierende auf dem Campus. Neben mehrsprachigen Angeboten und günstigem sowie zugänglichem Wohnraum sind Jobs über dem Mindestlohnniveu, welche sich gut mit dem Studium vereinen lassen, jenseits von DHL, Amazon und Co, zentral.
Wo sehen Sie Potenzial, die Stadt Kassel zu einem noch attraktiveren Studienort zu machen?
Das Potenzial der Stadt Kassel könnte z.B. dadurch gesteigert werden, dass die Lebensqualität in verschiedenen Bereichen verbessert wird. Dazu gehören guter und günstiger Wohnraum, gute ÖPNV-Anbindungen und Radwege, attraktive unkommerzielle Aufenthaltsräume in der Innenstadt und darüber hinaus, Förderung der lokalen Kunst- und Kulturszene, einschließlich studentischer Initiativen, und auch die Förderung nachhaltiger Wirtschaftszweige in der Region, sodass mehr Arbeitsplätze in diesen Bereichen entstehen. Absolvent:innen sollen nicht vor der Wahl stehen müssen, ob sie für die Rüstungs- oder Automobilindustrie arbeiten, wenn sie in Kassel bleiben wollen. Es muss bessere und zukunftsträchtige Alternativen geben! Auch Studierende, die sich selbstständig machen wollen, z. B. Absolvent:innen der KHS müssen entsprechende Unterstützung erhalten, die es für sie attraktiver (und möglich) macht, in Kassel zu bleiben. Außerdem muss klar sein, dass Kassel klare Kante gegen rechts zeigt, für Weltoffenheit und ein buntes Miteinander steht!
Welche Pläne verfolgen Sie, um Verwaltungsaufwand und bürokratische Hürden für Studierende zu reduzieren?
Auf bürokratische Hürden innerhalb der Universität haben wir kaum Einfluss. Bürokratische Hürden bei der Stadt Kassel möchten wir verbessern, z. B. durch eine Verbesserung des "Services" aller relevanten Ämter. Die Wiedereinführung einer Sprechzeit der Ausländerbehörde für internationale Studierende auf dem Campus befürworten wir. Aber auch alle Nicht-Studierenden haben Anspruch auf bessere Bedingungen!
FDP
Welche Willkommens-Angebote für Studenten aus dem In- und Ausland werden Sie etablieren?
Wir wollen, dass das Ankommen in Kassel unkompliziert funktioniert. Dazu gehört eine Verwaltung, die digitale Vorgänge anbietet, verständlich kommuniziert und verlässliche Ansprechpartner bereitstellt. Ergänzend unterstützen wir pragmatische Lösungen in Kooperation mit Universität und Studierendenwerk - zum Beispiel Informations- und Servicetage in Campusnähe, damit Studenten zentrale Fragen schnell klären können.
Wo sehen Sie Potenzial, die Stadt Kassel zu einem noch attraktiveren Studienort zu machen?
Wir sehen drei Hebel: mehr (auch studentischer) Wohnraum durch Nachverdichtung und die Nutzung brachliegender Gebäude, eine lebendige Kultur- und Clubszene mit schnellen Genehmigungen sowie ein starker Innovations- und Transferstandort rund um die Universität, der Gründungen und Praxisbezüge erleichtert.
Welche Pläne verfolgen Sie, um Verwaltungsaufwand und bürokratische Hürden für Studenten zu reduzieren?
Konsequent digitalisieren: mehr Online-Vorgänge, eine bürgerfreundliche Kassel-App als zentraler Zugang und klare, alltagsnahe Sprache in der Verwaltung. Unser Anspruch ist eine Stadtverwaltung, die als Ermöglicher auftritt und Abläufe so gestaltet, dass Bürger - und damit auch Studenten - weniger Zeit mit Formularen und Wegen verlieren.
Freie Wähler
4a:
Für ausländische Studierende stellt das oben genannte Europa-Zentrum eine geeignete zentrale Anlaufstelle dar. Es kann einen wesentlichen Beitrag zur Orientierung und Integration leisten. Ergänzend ist die Einrichtung eines „Kassel-Zentrums“ im unmittelbaren Umfeld der Universität zu prüfen, das in- und ausländische Studierende unterstützt.
4b:
Das bestehende Studienangebot in Kassel ist regelmäßig zu evaluieren. Dabei ist zu prüfen, welche Studiengänge fehlen oder nicht ausreichend angeboten werden. Der Schwerpunkt sollte zunächst auf Studienrichtungen liegen, die bundesweit besonders nachgefragt sind, um den Absolventinnen und Absolventen gute berufliche Perspektiven zu eröffnen.
4c:
Die FREIEN WÄHLER stehen konsequent für den Abbau übermäßiger Bürokratie. Verwaltungsprozesse sind dort zu vereinfachen oder abzuschaffen, wo dies rechtlich möglich und sachlich geboten ist.
SPD
Welche Willkommens-Angebote für Studierende sowohl aus dem In- als auch aus dem Ausland werden Sie etablieren?
Antwort: Wir wollen die Willkommensstrukturen stärken und ausbauen, zum Beispiel durch bessere mehrsprachige Informationen, klare Anlaufstellen und koordinierte Angebote gemeinsam mit Universität und Studierendenwerk. Gerade für internationale Studierende sind niedrigschwellige Angebote wichtig, die bei Wohnen, Arbeit, Behördengängen und Orientierung in der Stadt konkret unterstützen.
Wo sehen Sie Potenzial, die Stadt Kassel zu einem noch attraktiveren Studienort zu machen?
Antwort: Potenzial sehen wir vor allem bei bezahlbarem Wohnen, guter Mobilität, einer lebendigen Kulturszene, sicheren Radwegen sowie einer serviceorientierten Verwaltung. Kassel soll eine Stadt sein, in der Studierende nicht nur studieren, sondern gerne leben und bleiben.
Welche Pläne verfolgen Sie, um Verwaltungsaufwand und bürokratische Hürden für Studierende zu reduzieren?
Antwort: Wir setzen auf verständliche, digitale und mehrsprachige Verwaltungsangebote, klare Zuständigkeiten und schnellere Verfahren. Besonders bei Themen wie Aufenthalt, Arbeitserlaubnis oder Meldeangelegenheiten müssen Abläufe so gestaltet sein, dass Studierende nicht unnötig Zeit verlieren. Angebote wie zusätzliche Sprechzeiten und Kooperationen mit der Universität können dabei helfen.
Beschäftigte des Studierendenwerks
Die rund 220 Mitarbeitenden des Studierendenwerks haben im Gegensatz zu anderen Landesbediensteten keinen Anspruch auf ein Hessenticket für den ÖPNV. Sie können auch nicht von den Vorteilen der Mittendrin! Teilhabecard Kassel profitieren, die Mitarbeitenden der Stadt Kassel zur Verfügung steht.
- Wie positionieren Sie sich dazu?
Bündnis 90 / Die GRÜNEN
Die Studierendenwerke nehmen zahlreiche wichtige Funktionen der studentischen Daseinsvorsorge ein. Die Beschäftigten des Studierendenwerks leisten einen unverzichtbaren Beitrag für gute Studienbedingungen. Als GRÜNE stehen wir für faire Arbeitsbedingungen und eine angemessene Wertschätzung dieser Arbeit.
Wir GRÜNE halten es für wichtig, dass auch die Beschäftigten der Studierendenwerke perspektivisch von attraktiven Mobilitäts- und Teilhabeangeboten profitieren können. Als Kommune können wir dies nicht eigenständig umsetzen, setzen uns aber politisch für entsprechende Weiterentwicklungen ein und unterstützen Initiativen, die zu mehr Gleichbehandlung beitragen.
Zugleich sehen wir das Land Hessen in der Verantwortung, die Studierendenwerke finanziell so auszustatten, dass gute Arbeitsbedingungen und Tarifsteigerungen dauerhaft abgesichert werden können. Ein Hochschulsozialpakt zwischen Land und Studierendenwerken ist hierfür aus unserer Sicht ein zentraler Baustein.
CDU
Die Beschäftigten des Studierendenwerks leisten einen wichtigen Beitrag für die Hochschulstadt Kassel.
Die im Wahlprüfstein angesprochenen Fragen zu Vergünstigungen im öffentlichen Dienst (z. B. Hessenticket) sind jedoch primär Landes- und Hochschulthema und liegen nicht im Zuständigkeitsbereich der Kommune.
Grundsätzlich setzt sich die CDU Kassel-Stadt für leistungsfähige und attraktive öffentliche Einrichtungen mit guten Rahmenbedingungen für Beschäftigte ein.
Die Linke
Wie positionieren Sie sich dazu?
Eine Gleichstellung der Mitarbeitenden des Studierendenwerks mit anderen Landesbediensteten wäre fair.
FDP
Wir halten es für nachvollziehbar, dass Mitarbeiter des Studierendenwerks nicht strukturell schlechter gestellt werden als vergleichbare Beschäftigte im öffentlichen Bereich. Gleichzeitig müssen Lösungen rechtssicher und finanzierbar sein. Wir setzen uns dafür ein, dass das Land Hessen für das Hessenticket praktikable und faire Regelungen schafft, die das Studierendenwerk einschließen. Auf kommunaler Ebene prüfen wir, welche Kooperationen oder Modelle möglich sind, ohne neue dauerhafte Belastungen für den städtischen Haushalt zu erzeugen - unser Maßstab bleibt Respekt vor dem Steuerzahler.
Freie Wähler
Den 220 Mitarbeitenden sind beide Handlungsoptionen gleichwertig zu eröffnen.
SPD
Antwort: Wir halten das für eine Ungleichbehandlung, die nicht überzeugend ist. Mitarbeitende des Studierendenwerks leisten eine zentrale öffentliche Aufgabe für die Stadt und die Universität. Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass auch sie bei Mobilitätsangeboten fair berücksichtigt werden und vergleichbare Vergünstigungen erhalten.


